SPD Frankfurt am Main

Meldung:

26. November 2010
Peter Feldmann – stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Römer:

Feldmann drängt auf ein rasches Handeln - Gemeinsames Lernen ist für alle ein Gewinn

Peter Manuel Feldmann, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Römer, fordert bereits an den Grundschulen Frankfurts mehr Schulklassen mit integrativen Plätzen. Dieses Schuljahr wurden 47 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Förderklassen aufgenommen. 17 Erstklässler mussten auf eine Förderschule ausweichen, weil sie keinen Platz im gemeinsamen Unterricht bekommen konnten. Das bedeute, dass 27 Prozent der Kinder abgewiesen wurden. „Es ist höchste Zeit, dass die Landesregierung im neuen Schulgesetz die von der Bundesregierung bereits ratifizierte UN-Konvention umsetzt und die entsprechenden Lehrerstellen bereitstellt“, sagte Feldmann,

Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf müssten aufgrund einer Abweisung an der Regelschule einen langen Schulweg auf sich nehmen, weil die Förderschulen oft nicht im direkten Wohnumfeld der betroffenen Familien gelegen seien. Nach einer oft jahrelangen positiven Erfahrung ihrer Kinder in integrativen Kinderbetreuungsstätten bedeute der Übergang zur Förderschule, dass sie aus ihrem sozialen Umfeld herausgerissen werden.
„Es ist wichtig zu erkennen, dass gemeinsames Lernen für beide Seiten Vorteile hat“, betonte Feldmann und verwies dabei auf Erfahrungsberichte von Eltern mit nicht förderungsbedürftigen Kindern in GU-Klassen (Gemeinsamer Unterricht). „Soziale Kompetenzen werden gefördert und Defizite ausgeglichen. Gemeinsames Lernen hilft allen Kindern in der Klasse.“
Der Leistungsdruck sei in den kleineren Klassen nicht so groß, man könne besser auf die Kinder eingehen und gegenseitige Hilfe fördere ein besseres Verstehen. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler innerhalb von Förderklassen sei bei Einstiegsklassen der Grundschule mit maximal je 20 Schüler/innen begrenzt, beinhalte vier integrative Plätze und bedinge zwei Fachkräfte.
„Wir wissen, dass die Kollegien an den Förderschulen sehr engagierte Arbeit leisten und plädieren auch nicht für die sofortige Schließung aller Förderschulen. Ganz im Gegenteil werden die Kompetenzen der Förderschullehrer dringend gebraucht, aber in Zukunft hoffentlich an entsprechend ausgestatteten Regelschulen, die sich auch Kindern mit Defiziten öffnen“, so der Sozialpolitiker abschließend. Er forderte eine schnelle Maßnahme ab dem Schuljahr 2011/12. „Hier müssen jetzt bereits die Weichen gestellt werden.“

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