SPD Frankfurt am Main

Meldung:

30. November 2010
Peter Feldmann – stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Römer:

Die Sexual-Ambulanz des Uni-Klinikums Frankfurt muss arbeitsfähig bleiben

Es sei in einer Großstadt wie Frankfurt nicht hinnehmbar, dass die Arbeit der Sexual-Ambulanz, die es sonst nur in Berlin und Hamburg gebe, immer weiter reduziert werde und ab 2011 nur noch eine 20-Prozent-Stelle zur Verfügung stehe. „Die Sexual-Ambulanz wird als Anlaufstelle für Patienten gebraucht. Noch wichtiger ist aber deren Beratungs- und Fortbildungsangebot für Ärzte, Therapeuten und auch Jugendeinrichtungen. Ein Arbeitstag pro Woche reicht da nicht aus,“ kritisiert Peter Feldmann, stellvertretender Vorsitzender und sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Römer.

Die SPD-Fraktion im Römer sehe sowohl die Klinikleitung als auch die Landesregierung in der Verantwortung. Mit dem Verweis auf die knappe Personalsituation, stehle sich die Uni-Klinik aus der Verantwortung, die sie nicht nur medizinisch, sondern im Fall der Sexual-Ambulanz auch gesellschaftlich trage. Prävention vor sexuellen Übergriffen werde immer wieder gefordert, aber wenn es darauf ankomme, spare man an den ent-scheidenden Stellen. Darüber hinaus habe es auch das hessische Wissenschaftsministerium versäumt, das 1973 in Frankfurtgegründete Institut für Sexualwissenschaft, das bis 2006 bestand, entsprechend zu fördern. Dass die Sexualmedizin in Frankfurt vernachlässigt werde, zeige sich auch daran, dass eine der zwei vorgesehenen Stellen derzeit nicht besetzt werde und Sexualmedizin, trotz ihrer gesellschaftlichen Notwendigkeit und eines gleichzeitig gegebenen Interesses bei den Studierenden, als Wahlpflichtfach nicht angeboten werden könne. „Was die Uni-Klinik da macht, ist eine Schließung auf Raten, die nicht hinnehmbar ist,“ kritisiert Feldmann und appelliert an die Uni-Klinik die personelle Besetzung der Sexual-Ambulanz schnellstmöglich wieder zu verbessern.

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