SPD Frankfurt am Main

Meldung:

29. November 2010
Dr. Renate Wolter-Brandecker - Kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

Kulturdezernat muss Farbe bekennen und sagen, welche kulturelle Nutzung auf dem Turmpalast-Areal Platz soll!

"Offensichtlich ausgebremst wurde das Kulturdezernat von dem Erbpachtnehmer des Turmpalast-Areals und kann nun den Wünschen der städtischen Kulturinstitute nicht entsprechen und entwickelt auch keine eigenen Ideen“, kritisierte die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Dr. Renate Wolter-Brandecker, Kulturdezernent Professor Semmelroth (CDU).

„Nach Presseberichten haben die Cinestar-Gruppe und der Erbpachtnehmer des Turmpalast-Areals in einem Vertrag ein Verbot für eine weitere Kinonutzung auf dem Grundstück vereinbart“, erläuterte die SPD-Kulturpolitikerin. Die Stadt wolle bei einer Neubebauung 800 Quadratmeter für eine kulturelle Nutzung festschreiben. Bei einer Nutzung als Kino für das Filmmuseum sei jedoch fraglich, ob diese nicht-kommerzielle, kulturelle Nutzung durch den privatrechtlichen Vertrag tatsächlich ausgehebelt werden könne.
Der Kulturdezernent, so die SPD-Stadtverordnete, müsse deshalb dringend klären, ob das Kino im Filmmuseum an diesem „seit Jahrzehnten für ein Kino stehenden Ort dort einen größeren Vorführraum erhalten kann und ob das gewollt und finanzierbar ist“, forderte die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Denn Kino sei unbezweifelbar eine kulturelle Nutzung. Es sei allerdings nicht nachvollziehbar, dass Kulturinstitutionen der Stadt jetzt einen öffentlichen Wettbewerb austragen und der Kulturdezernent hilflos zusehe, welche tollen Ideen seine Kulturinstitutionen entwickeln, erklärte Renate Wolter-Brandecker. In dieser kulturpolitisch für die Stadt wichtigen Frage sei es nicht ausreichend, sich auf nicht vorhandene Finanzen zurückzuziehen. Die SPD-Fraktion will in einer Anfrage Klarheit darüber, ob der Magistrat eine Nutzung durch das Filmmuseum oder ein neu zu schaffendes „MMK Kids“, wie es das Museum für Moderne Kunst vorschlägt, für sinnvoll hält und welche Mittel dafür von dem MMK übertragen werden müssten. Bisher habe man lediglich erfahren, alle Vorschläge seien gut, müssten aber fremdfinanziert werden. „Das spricht nicht gerade für besondere Kreativität oder für Seriosität des Kulturdezernates und auch nicht dafür, dass es konstruktive Gespräche über diese Ideen zwischen dem Dezernat und den Kultureinrichtungen in Frankfurt gibt“, sagte die Kulturpolitikerin.

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