SPD Frankfurt am Main

Meldung:

01. Dezember 2010
Dr. Renate Wolter-Brandecker, Kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

Ämtergerangel um den Fortbestand des Theaters Willy Praml in der Naxoshalle schadet dem Kulturbetrieb

„Unerfreuliche Androhungen der Verwaltung, die Naxoshalle zu schließen, dann wieder Kehrtwendungen, zeigen die Konzeptlosigkeit des Magistrates“, kritisierte die SPD-Kulturpolitikerin Dr. Wolter-Brandecker.

Als „halbherziges Bekenntnis zur kulturellen Nutzung der Naxoshalle“ bezeichnete die SPD-Kulturpolitikerin Dr. Renate Wolter-Brandecker die gestrige Presseinformation von Planungsdezernent Edwin Schwarz und Kulturdezernent Professor Felix Semmelroth (beide CDU) zum künftigen Theaterbetrieb in der Naxoshalle. Die Dezernenten versicherten, es werde „weiterhin angestrebt, auch den Spielbetrieb des Theaters Willy Praml dauerhaft zu ermöglichen“. Nach monatelangem Hickhack sei es aber endlich angesagt, nichts „anzustreben“, sondern endlich einmal zu handeln und die Beschlüsse der Stadtverordne-tenversammlung (NR 1810, 1938 sowie 1941) auch umzuset-zen. Seit vielen Monaten hat die SPD-Fraktion immer wieder gefordert, einen Mietvertrag mit dem Theater Willy Praml abzu-schließen. Es könne nicht angehen, dass nach Auslaufen des Vertrages mit der Wisser AG zum 31.12.2010 eine Schließung des Theaterbetriebes anstehe, nur weil die städtischen Ämter es bisher versäumt hätten, einen Bauantrag für die Umwandlung der Lagerhalle in einem Veranstaltungsort zu beschließen. Schon im April 2010 hatte der Magistrat berichtet, der Verbleib des Theaters werde sichergestellt, wenn die Genehmigungsvoraussetzungen hierfür vorliegen. Offensichtlich habe man seitdem in der Verwaltung nicht gehandelt, sondern Eitelkeiten gepflegt. „Dieser Bürokratenstreich wird auf dem Rücken des Theaters und der Zuschauer ausgetragen, das ist nicht hin-nehmbar“, erklärte Wolter-Brandecker. Bezeichnend sei auch, dass die CDU-Fraktion im Ortsbeirat 4 am 30.11.2010 einem Dringlichkeitsantrag von SPD und Grünen zum Fortbestand des Theaters nicht zustimmen wollte. Da müsse man sich schon fragen, ob die CDU nicht nur auf Zeit spiele, weil sie für die Naxoshalle doch den Ausstieg aus dem Kulturbetrieb wolle und noch immer auf einen Supermarkt in der denkmalgeschützten Naxoshalle nach der Kommunalwahl hoffe. Wolter-Brandecker kündigte eine dringliche Anfrage der SPD-Fraktion an, denn „es muss endlich Klarheit geschaffen werden, dass der Spielbetrieb des Theaters auch für das kommende Jahr gesichert ist.“

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