SPD Frankfurt am Main

Meldung:

06. Dezember 2010
Dr. Renate Wolter-Brandecker, Kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

Schwarz-Grün lehnt SPD-Antrag zu Graffiti ab – es bleibt bei der ablehnenden, graffiti-feindlichen Haltung Frankfurts

Die SPD-Fraktion hatte in einem Antrag gefordert, die Graffiti-Kultur in Frankfurt endlich aus der Illegalität zu holen und legale Flächen für Sprayer zur Verfügung zu stellen. Die schwarz-grüne Koalition lehnte das jedoch ab. „Von der CDU war nichts anderes zu erwarten, und die Grünen gefallen sich offensichtlich in der Rolle von spießigen Realitätsverweigerern“, kommentiert die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer, Renate Wolter-Brandecker, das Abstimmungsverhalten.

Die positiven Erfahrungen in Wiesbaden, Offenbach und Bad Vilbel oder Mainz sowie von vielen anderen Städten in der Bundesrepublik haben gezeigt, dass es sich lohne, der Graffitiszene legale Flächen zur Verfügung zu stellen. Illegales Sprayen nehme dann merklich ab, auch wenn es dazu keine Statistiken gebe, wie sie sich Schwarz-Grün als Beweis wünschen. „Die Stadt Frankfurt muss bei Thema Graffiti von anderen Städten in der Region lernen. Auch in der Sprayer-Szene ist die Forderung nach legalen Flächen weit verbreitet“, erklärte Wolter-Brandecker und fährt fort: „Schon schade, dass wir in dieser Frage ein Nachzügler sind!“ Nach dem Abriss der Naxos-Fabrikationshallen, in denen sich die Graffiti-Szene seit fünf Jahren traf, bestehe ein dringender Bedarf für legale Flächen. Die SPD-Fraktion hatte gefordert, gemeinsam mit der Graffiti-Szene nach Möglichkeiten legaler Flächen zu suchen. „Es wäre eine Chance gewesen, Jugendliche und junge Erwachsene mit ihrer Arbeit in die Gestaltung ihrer Stadtteile einzubeziehen, aber die Grünen haben keine eigene Haltung mehr hierzu“, warf die SPD-Politikerin den Grünen vor. Der beschlossene Antrag der FDP-Fraktion sei nicht mehr als ein lauer Kompromiss, weil er den Magistrat lediglich auffordere zu prüfen, ob man Graffiti-Flächen für Graffiti-Künstler zur Verfügung stellen könne.

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