SPD Frankfurt am Main

Meldung:

10. Dezember 2010
Hans Busch – gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion:

Breite Zustimmung für Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen, aber eine Palliativstation am Städtischen Klinikum fehlt immer noch

„Es ist doch nicht mehr als Schaufensterpolitik, wenn sich CDU und Grüne im Ausschuss für Soziales und Gesundheit vehement für den Beitritt der Frankfurter Kliniken zur Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen einsetzten, am städtischen Klinikum eine Palliativ-station, trotz zahlreicher Ankündigungen, immer noch fehlt“, ärgert sich der Gesundheitspolitiker Busch. Die SPD-Fraktion habe der Charta selbstverständlich zugestimmt, weil die Forderung nach dem Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung wichtig sei und ethischen Grund-sätzen gerecht werden müsse.

Obwohl fünf neue Mitarbeiter für die Palliativ-Station neu einge-stellt wurden, werden die Patienten weiterhin dezentral stationär versorgt. Wie der Magistrat berichtet (B 645) sei die Einrichtung einer eigenständigen Palliativstation von leitenden Ärzten und der medizinischen Geschäftsführung aus fachlicher Sicht, mangels Patienten, negativ beurteilt worden. Man sei anscheinend der Meinung für drei bis sechs Patienten, die am Tag in dieser Klinik palliativmedizinisch behandelt werden, lohne sich das nicht, kritisiert Busch. „Medizinische Betreuung mag ja auch auf anderen Stationen möglich sein, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Begleitung erfordert jedoch eine Palliativstation“, fordert Busch und fährt fort: „Ich hoffe, dass die Frankfurter Kliniken nun der Charta beitreten und es in Folge dessen am Städtischen Klinikum zu einem Umdenken kommt.“

SPD Frankfurt am Main

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