SPD Frankfurt am Main

Meldung:

23. Dezember 2010
Dr. Renate Wolter-Brandecker, Kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

Umbenennung des Museums der Weltkulturenmuseum ist eine Farce – Magistrat sollte seine Vorlage umgehend zurückziehen!

„Die vom Magistrat geplante Umbenennung des Museums für Weltkulturen in Weltkulturen Museum ist nicht nur überflüssig, sie findet keine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung und sollte vom Magistrat schnell zurückgezogen werden“, forderte die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Dr. Renate Wolter-Brandecker.

„Diese Umbenennung ist eine Schnapsidee, die von der Stadtverordnetenversammlung nicht gewollt ist“, erkläre Wolter-Brandecker. Es sei erstaunlich, dass der Magistrat erklärt, die neue Identität und die Internationalität des Museums seien von einem neuen Namen abhängig, der sich zudem inhaltlich von dem bestehenden und gut eingeführten nicht unterschiedet. Nur damit könne der angeblich antiquierte Anstrich des Museums abgelegt werden. „Diese Begründung ist scheinheilig und spricht nicht für eine qualifizierte und überzeugende Arbeit der neuen Leiterin des Museums“, betonte die SPD-Politikerin. Es sei aber vor allem „weder nachvollziehbar noch akzeptabel“, dass Fakten geschaffen wurden ohne parlamentarische Mehrheiten in der Stadtverordnetenversammlung. Der neue Name sei bereits am Schweizer Platz zu lesen zusammen mit der neuen Internetadresse, sie sogar schon aktiv sei. Selbst Karten mit dem neuen Schriftzug seien Presseberichten zu folge gedruckt wurden ohne eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung abzuwarten.
„Das alles hat sicherlich höhere Kosten verursacht, die keineswegs aus dem Etat des Museums oder des Kulturdezernates gedeckt werden können“, erklärte die SPD-Kulturpolitikerin. Die SPD-Fraktion im Römer will in einer Anfrage an den Magistrat wissen, wie diese Ausgaben für einen unnötigen Aktionismus, der voraussichtlich wieder rückgängig gemacht werden muss, finanziert wurden. „Kulturdezernent Professor Semmelroth (CDU) und die Direktorin des Museums, Frau Deliss, sollten sich besser auf den Neubau und die inhaltliche Arbeit für das Museum konzentrieren, statt ihre Energie auf solche Umbenennungspläne zu verschwenden“, forderte Renate Wolter-Brandecker.

SPD Frankfurt am Main

Sitemap