SPD Frankfurt am Main

Meldung:

21. Januar 2011
Dr. Renate Wolter-Brandecker, Kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

Förderung der Kreativwirtschaft bleibt in Frankfurt hinter den Anforderungen der Branche zurück

auch Mietzuschüsse wären notwendig!

„Dem Magistrat geht es vorrangig um die städtebauliche Aufwertung. Die Förderung lohnt sich in erster Linie für Eigentümer, da er durch den Zuschuss zu Renovierungs- und Umbaukosten ihre Immobilien aufgewertet wird“, kritisiert die Kulturpolitikerin Wolter-Brandecker den Förderansatz des Magistrats für die Kreativwirtschaft und fährt fort: „Das Förderprogramm ist in seiner derzeitigen Form nicht mehr als ein gequälter Versuch, eine städtebauliche Aufwertung mit der Kreativwirtschaft in Verbindung zu bringen“

Obwohl der Magistrat den Kreativsektor als einen der bedeutendsten Faktoren künftiger stadtökonomischer Entwicklung ein-schätze und die Mietpreise als Problem der Branche erkenne (s. M11/2010), sei der Magistrat nicht auf die Forderung der SPD, auch die Fördermöglichkeit eines Mietkostenzuschusses einzubeziehen, eingegangen.
Aktuell seien in der alten Diamantenbörse ca. 100 Ateliers junger Künstlerinnen und Künstler weggefallen. „Hier ist das Engagement der Stadt Frankfurt gefragt, wenn es darum geht, Kreative auch kurzfristig mit Räumen und Mietkostenzuschüssen zu unterstützen“, fordert Wolter-Brandecker. Frankfurt stehe im weltweiten Wettbewerb um kreative Branchen und die kreativsten Köpfe und könne sich als Standort nur langfristig etablieren, wenn günstige Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Kulturmetropolen wie New York, Wien, Berlin, Amsterdam, Barcelona und London haben mit umfangreichen Förderprogrammen bereits gute Erfahrungen gemacht, Frankfurt entwickle sich hier zu zögerlich. „Da der Magistrat sein Förderprogramm erst Ende 2010 auf den Weg gebracht hat, konnte er die Mittel für 2010 schon mal einsparen“, fügt Wolter-Brandecker ironisch hinzu.

SPD Frankfurt am Main

Sitemap