SPD Frankfurt am Main

Meldung:

28. Januar 2011
Anneliese Scheurich, Sicherheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

Vertreibung der Straßenprostitution in Richtung Wohngebiete stoppen!

„Sicherheitsdezernent Stein versucht im Bahnhofsviertel die Straßenprostitution zu vertreiben, und hat dann kein Personal mehr, um die Verlagerung in Wohngebiete zu verhindern“, kritisiert Annliese Scheurich, die sicherheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer.

An der Theodor-Heuss-Allee entlang der Messe liege seit vielen Jahren eine Toleranzzone zur Ausübung der Straßenprostitution. „Mit den Aktionen der Ordnungskräfte im Bahnhofsviertel hat sich die Situation in der Kuhwaldsiedlung aber deutlich verschlechtert“, kritisierte die SPD-Politikerin. Die Sexarbeiterinnen versuchten ihre Kundenkontakte außerhalb der ausgewiesenen Toleranzzone (Busparkplatz) anzubahnen, die auch am Abend noch von Kindern aufgesucht werden müssten. So würden an den Bushaltestellen oft die Bewohner mit Sexarbeiterinnen und Freiern zusammentreffen. Irritationen seien an der Tagesordnung. „Offensichtlich wissen die Mitarbeiter des Ordnungsdezernenten nicht, welche Flächen zu der Toleranzzone gehören. Weitaus schlimmer ist jedoch die Antwort des Dezernenten, dass die Kontrolle des Gebietes nur dann erfolge, sofern Personal dafür erübrigt werden könne.“
Der Versuch des Dezernenten, mit viel Presseöffentlichkeit große Aktionen im Zentrum der Stadt zu vermarkten, erscheine mit Blick auf die Stadtteile in einem anderen Licht. Wer ins Bahnhofsviertel gehe erwarte sicher auch die Begegnung mit dem Sexgewerbe. „Die Bewohner der Stadtteile möchten aber, dass die Begrenzung der Toleranzzone erhalten bleibt und erwarten, dass keine Straßenprostitution in ihrem Wohngebiet stattfindet. Nur in Toleranzzonen kann eine Betreuung der Sexarbeiterinnen oder die notwendige Infrastruktur gesichert werden“, so Scheurich.

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