SPD Frankfurt am Main

Meldung:

02. März 2011
Peter Feldmann – stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Römer:

14 Prozent mehr Arbeitslosigkeit bei Älteren in Frankfurt – Arbeitslosigkeit führt in Altersarmut

Angesichts des Anstiegs der Arbeitslosigkeit von 14 Prozent bei den 55- bis 65-Jährigen im vergangenen Jahr in Frankfurt sieht Feldmann auch die Gefahr steigender Altersarmut. „Wenn sich Langzeitarbeitsarbeitslosigkeit während einer guten Wirtschaftslage verfestigt, muss Politik handeln“, fordert der Sozialpolitiker Feldmann.

„Wenn Qualifizierung und verbesserte Vermittlung wirkungslos bleiben, brauchen wir für Langzeitarbeitslose einen sozialen Arbeitsmarkt, der den Betroffenen eine neue Lebensperspektive eröffnet. Mit 1-Euro-Jobs ist es nicht getan, weil sie kaum eine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt bauen und zu kurzfristig angelegt sind“, argumentiert Feldman, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Römer.
Insbesondere Ältere treffe Arbeitslosigkeit doppelt. Wer in den letzten Jahren vor der Rente ohne Beschäftigung bleibe, sei später besonders häufig von Altersarmut betroffen. Die Anzahl der Menschen, die im Alter bedarfsorientierte Sozialleitungen beziehen habe sich in Frankfurt zwischen 2003 und 2008 vom 5.000 auf 10.000 Fälle verdoppelt. Auch wenn die Arbeitslosenquote bundesweit bald wieder unter drei Millionen sinke, dürfe man die Problemgruppen am Arbeitsmarkt nicht aus den Augen verlieren. „Hier ist die Stadt Frankfurt als Arbeitgeberin gefragt, ein Konzept für einen sozialen Arbeitsmarkt, wie ihn auch die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Kraft bei ihrem Besuch in Frankfurt gefordert hat, zu entwickeln“, sagt Feldmann und fährt fort: „Wir brauchen in Frankfurt eine Beschäftigungsgesellschaft, die dauerhaft öffentlich geförderte, sozialversicherungspflichtige Arbeitplätze vorhält, um Armut und insbesondere Altersarmut zu verhindern.“

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