SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

Frankfurt am Main, 15. März 2011
SPD: Die Frage nach modernem und sozialem Städtebau bleibt aktuell

Die SPD Frankfurt verleiht den Kulturpreis „Skyline“ 2011 an Dr. Eckhard Herrel und die Ernst-May-Gesellschaft

Die Ernst-May-Gesellschaft will das Neue Frankfurt als das einzigartige Werk Ernst Mays und seiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter bewahren und im Ernst-May-Haus erfahrbar machen. Die Ernst-May-Gesellschaft hat sich dem Ziel verschrieben, Baukunst und Denkmalschutz zu bewahren, sowie Wissenschaft und Forschung zu fördern. Dafür hat die Ernst-May-Gesellschaft ein Museum mit Dauer- und Wechselausstellungen eingerichtet sowie dessen Trägerschaft übernommen und vergibt ein Wohnstipendium für Forscherinnen und Forscher. Darüber hinaus bietet die Ernst-May-Gesellschaft Führungen zu Bauten der May-Ära an und veranstaltet Diskussionen und Vorträge zum Neuen Frankfurt. Damit macht die Ernst-May-Gesellschaft die Ideen und Dimensionen des Neuen Frankfurt und das Werk des Architekten und Stadtplaners Ernst May erfahrbar. Bereits häufig konnte die heutige Architektur- und Städtebaudiskussion bereichert werden.

"Die Verbindung von Architektur und Städtebau mit der Lebensrealität der Menschen in der Großstadt und der Lösung sozialer Probleme ist ein Ansatz der heute allzu häufig in den Hintergrund gerät." so der Frankfurter SPD-Vorsitzende Gernot Grumbach. Wer die Menschen in den Mittelpunkt seiner politischen Arbeit stelle, könne manchmal glatt verzweifeln, wenn Architektur nur noch auf Finanz- und Repräsentationsinteressen Rücksicht nehme. "Gerade in einer sich wegen Frauengleichberechtigung, demographischem Wandel und Zuwanderung sich ändernden Gesellschaft ist eine Neubesinnung auf den Menschen als Maßstab nötiger denn je." Grumbach erhofft sich von der Laudatorin, Frau Prof. Thalgott Impulse für die Diskussion in Frankfurt.

Ernst May (1886-1970) war ein bekannter Architekt und Stadtplaner. In den Jahren von 1925 bis 1930 bekleidete er das Amt des Siedlungsdezernenten der Stadt Frankfurt und war verantwortlich für eine wegweisende Rationalisierung des Bauens. Unter der Überschrift „Das neue Frankfurt“ schuf May systematisch bezahlbaren Wohnraum, der nach den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner gestaltet wurde. Das Neue Frankfurt ist ein Konzept, das auf die umfassende Gestaltung der städtischen und privaten Lebenswelt ausgerichtet ist.

Zusammen mit einer Gruppe von Architekten unter Bürgermeister Ludwig Landmann, gelang die Verwirklichung einer sozialen und ästhetischen Utopie: Die Linderung der großen Wohnungsnot mit dem Bau von vorbildlich gestalteten Siedlungen und Wohnungen. Die damals gesetzten Maßstäbe, haben bis heute Bestand. Herausragende Beispiele der frühen Moderne in Deutschland wie die Weißenhofsiedlung und das Bauhaus in Dessau zählen zum international beachteten Frankfurter Erbe. .
Die SPD Frankfurt dankt Herrn Dr. Eckard Herrel und den Mitgliedern der Ernst-May-Gesellschaft für die unverzichtbaren Bemühungen, das Erbe Ernst Mays zu bewahren und seine Ideen weiterzudenken.
Der Kulturpreis der Frankfurter SPD wird an Personen verliehen, die sich um das Kulturleben der Stadt Frankfurt am Main besonders verdient gemacht haben.


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