SPD Frankfurt am Main

Meldung:

23. März 2011
Brigitte Enzmann, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer:

Die Landesregierung zeigt mal wieder, was sie vom Gemeinsamen Unterricht hält: gar nichts

Angesichts der alljährlichen angekündigten Kürzung von Förderlehrerstunden für den Gemeinsamen Unterricht (GU) im Schulbezirk Frankfurt hat die SPD-Fraktion im Römer die Landesregierung scharf kritisiert. „Inklusion zum Spartarif gibt es nicht. Wie von uns erwartet ist die Novelle des Schulgesetzes Makulatur, da das Land schlicht nicht bereit ist, entsprechendes Personal zu finanzieren“, ärgert sich die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Römer, Brigitte Enzmann. Die gestiegene Nachfrage nach GU-Plätzen sei alles andere als eine Überraschung. Anstatt rechtzeitig vorzuplanen, müsse nun zum kommenden Schuljahr erneut umverteilt werden, auf Kosten der erfolgreichen Arbeit bestehender Angebote.

„Es kann nicht sein, dass Schulen und Eltern im Unklaren gelassen werden, welches GU-Angebot an welcher Schule im kommenden Schuljahr eingerichtet wird. Dass es GU-Angebote an mehr Schulen geben soll ist ja eine wunderbare Nachricht aber es geschieht leider immer zum Nachteil bestehender Strukturen, was wir nicht hinnehmen werden“, sagte Enzmann.
Der Weg hin zu mehr Inklusion sei nicht mehr aufzugeben und Stadt und Land seien nun gefragt, zum Wohle einer Schule für alle Kinder gut zusammenzuarbeiten. „Die UN-Konvention muss umgesetzt werden und das heißt auf Deutsch, dass das Land Geld in die Hand nehmen muss. Dazu gibt es keine Alternative“, betonte die Bildungspolitikerin.
Besonders ärgerlich seien die Stundenkürzungen für die Angebote in der Jahrgangsstufe 10 an der IGS Nordend, die rechnerisch auf eine halbe Stelle verzichten muss und für die Ernst-Reuter-Schule II, die mit einer Reduktion von 24 Stunden rech-nen muss, fast genau eine Lehrerstelle. „Anders als das Staatliche Schulamt finden wir, dass auch Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der 10. Klasse ein Anrecht auf spezielle Betreuung in Form des GU haben. Wir fordern eine sofortige Rücknahme der Kürzungen und endlich die Investitionen in Bildung für alle Kinder, die die Landesregierung sich immer auf die Fahnen schreibt“, sagte Enzmann abschließend.

SPD Frankfurt am Main

Sitemap