SPD Frankfurt am Main

Meldung:

05. Mai 2011
Dr. Renate Wolter-Brandecker, SPD-Kulturpolitikerin:

Graffiti in der Nacht der Museen – Magistrat greift endlich Vorschlag der SPD auf, Graffiti-Sprayern in Frankfurt Sprayflächen zu gewähren

„Politik ist lernfähig! Nach langen Diskussionen und zahlreichen Anträgen der SPD überdenkt der schwarz-grüne Magistrat offensichtlich seine bislang rigide Haltung gegenüber Graffiti-Sprayern“, erklärte die SPD-Kulturpolitikerin Wolter-Brandecker zur geplanten Graffiti-Aktion des Jugendladen Bornheim und des bekannten Sprayers Klark Kent am Historischen Museum.

Während viele Kommunen im Rhein-Main-Gebiet wie zum Beispiel Wiesbaden, Offenbach oder Bad Vilbel seit Jahren selbst-verständlich legale Flächen für Sprayer ausweisen und jährliche Graffiti-Festivals veranstalten, ist die strikte Ablehnung dieses Teils der Jugendkultur in Frankfurt auffällig. Oberbürgermeisterin Petra Roth betonte in einem Schreiben an die Graffiti-Szene, legale Flächen seien nicht gewollt, sinnvoll sei nur die Beseiti-gung der Graffitis und die Strafverfolgung. Die SPD-Fraktion im Römer setzt sich im Gegensatz dazu seit Jahren dafür ein, Sprayern in Frankfurt legale Flächen zur Verfügung zu stellen. „Es gibt immer weniger Nischen für Jugendliche, in denen sie sich betätigen und mit ihrer Arbeit zur Gestaltung ihres Stadtteils beitragen können. Legale Wände etwa für vor dem Abriss stehender Häuser oder Bauzäune bieten eine gute Möglichkeit für Jugendliche, sich für ihren Stadtteil stark zu machen“, erklärt Wolter-Brandecker und fährt fort: „Da der Neubau des Historischen Museums kurz vor dem Abriss steht, ist dies ein idealer Ort für Graffiti-Sprayer, noch dazu an einer prominenten Stelle in der Innenstadt. Zu hoffen ist nur, dass dies keine einmalige Aktion bleibt.“ Nach dem Abriss der der Naxos-Produktionshallen war einer der wichtigsten Orte für Sprayer in Frankfurt verloren gegangen.

SPD Frankfurt am Main

Sitemap