SPD Frankfurt am Main

Pressemitteilung:

16. Mai 2011
Eugen Emmerling, stellvertretender Vorsitzender:

Kranzniederlegung am Klaus-Mann-Platz

SPD gedenkt der von den Nazis verfolgten und ermordeten Homosexuellen

An die von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Homosexuellen erinnern die Schwusos und Jusos in der Frankfurter SPD. Zum weltweit begangenen „Tag gegen die Homophobie“ legt der Vorsitzende der Schwulen und Lesben in der Frankfurter SPD (Schwusos), Samy Harraz, am Dienstag, 17. Mai um 12 Uhr gemeinsam mit SPD-Vize Eugen Emmerling vor dem Denkmal auf dem Klaus-Mann-Platz einen Kranz nieder.

Von den 200 000 während der der Nazidiktatur nach Paragraph 175 verurteilten Menschen haben bis zu 15 000 die Konzentrationslager nicht überlebt. Anders als andere KZ-Häftlinge ging für die wegen ihrer sexuellen Identität Verfolgten das Leiden nach der Befreiung durch die Alliierten Truppen weiter. Viele mussten in bundesdeutschen Gefängnissen ihre Reststrafe aus der Nazizeit absitzen. Eine wirksame Entschädigung und Wiedergutmachung hat es gegenüber den homosexuellen Opfern der Nazis und der bundesdeutschen Politik und Justiz der Fünfziger und Sechziger Jahre nicht gegeben.

Die SPD will mit der Kranzniederlegung daran erinnern, dass ein Leben ohne Diskriminierung und Bedrohung durch Gewalt ein Menschenrecht ist. Noch heute werden täglich Menschen wegen ihrer sexuellen Identität diskriminiert, verfolgt, eingekerkert und hingerichtet.

Der "Internationale Tag gegen Homophobie " wird seit 2005 jedes Jahr am 17.Mai begangen. Anlass: Am 17.Mai1990 beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Homosexualität aus der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. In Deutschland erinnern die Ziffern des Datums 17.5. zufällig auch an den ehemaligen Paragraphen 175 des Strafgesetzbuchs, der von 1872 bis zu seiner endgültigen Abschaffung 1994 in verschiedenen Varianten sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte.

SPD Frankfurt am Main

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