Keine Schließung von Bürgerhäusern!

Renate Wolter-Brandecker

Als „völlig indiskutabel, bürgerfeindlich und gegen die Interessen der Vereine“ bezeichnete die SPD-Kulturpolitikerin Renate Wolter-Brandecker die Vorschläge des Geschäftsführers der Saalbau GmbH Andreas Eichstedt, besonders unwirtschaftliche Häuser zu schließen.

Auch wenn es notwendig sei, das Defizit der Saalbau in den kommenden Jahren weiter abzubauen, sei die Ankündigung, defizitäre Häuser schließen zu wollen, nicht hinnehmbar. „Das rege Vereinsleben in Frankfurt am Main kann nur dann weiter bestehen, wenn die Vereine auch künftig eine Möglichkeit haben, in den Bürgerhäusern günstige Räume anzumieten“, erklärte Wolter-Brandecker.

Da passe es nicht zusammen, dass Eichstedt erkläre, in den Abendstunden seien die Bürgerhäuser völlig ausgelastet, aber trotzdem wolle man sie loswerden. „Bürgerhäuser sind wichtig für das soziale Zusammenleben in unserer Stadt, sie sind auch der Ort, an dem viele Migranten ih-re kulturellen Feste feiern, das trägt zum sozialen Frieden bei und darf nicht aufs Spiel gesetzt werden“, forderte die SPD-Politikerin in einem Antrag der SPD-Fraktion an den Magistrat. Eine Schließung komme für die SPD-Fraktion nicht in Frage, schon vor Jahren habe man sich von einigen Häusern getrennt, das dürfe nicht noch einmal passieren, alle jetzigen Häuser würden dringend benötigt. Man müsse andere Lösungen finden, aber die dürften nicht auf dem Rücken der Bürger und der Vereine ausgetragen werden. „Das bisher vorbildlich große und dichte Netz für Vereine und private Nutzer muss weiter bestehen“, forderte Wolter-Brandecker