Eugen Emmerling: Ein Zeichen gegen zunehmende Antisemitismus setzen

Emmerling: „Auch wenn der jüngste Übergriff in Berlin geschah, müssen wir auch in Frankfurt eine erschreckende Zunahme des Antisemitismus registrieren. Die Rufe `Juden ins Gas‘ bei einer Frankfurter Demonstration im Jahre 2014 hallen noch nach. Auch die antisemitische Attacke auf einen Rabbiner in Frankfurt hat uns vor wenigen Jahren erschreckt. Latente und offene antisemitische Hetze gibt es aber in unserer Stadt jeden Tag: Mit unsäglichen Rapper-Texten über Lokal-Lautsprecher, mit Judenbeschimpfungen auf Sportplätzen und Schulhöfen. Gerade als Sozialdemokraten werden wir dieses menschenverachtende Verhalten nicht als selbstverständlich hinnehmen.“

Emmerling weiß sich bei diesem Appell mit dem Vorstand der Frankfurter SPD einig. Der alltägliche Antisemitismus sei keineswegs nur ein Problem, das von Migranten nach Deutschland getragen worden sei, sondern laut jüngsten Umfragen noch immer im Zentrum der deutschen Gesellschaft virulent. Emmerling: „Jetzt reicht es. Es braucht auch in Frankfurt ein starkes Zeichen, dass wir aus unserer Geschichte gelernt haben. Antisemitismus dürfen wir nicht tolerieren. Dazu gehört auch, dass das Existenzrecht Israels nicht nur von allen im Geltungsbereich des Grundgesetzes lebenden Menschen ohne Wenn und Aber anzuerkennen, sondern auch aktiv zu verteidigen ist.“