AG Selbst Aktiv: Flut an Leihrädern ist eine Gefahr für mobil eingeschränkte Menschen

Für Selbst Aktiv Frankfurt – eine Arbeitsgemeinschaft der SPD für die Interessen von Menschen mit Behinderungen – stellt die Flut von Leihrädern in Frankfurt eine Gefahr für mobil eingeschränkte Menschen dar. Selbst Aktiv hofft daher, dass der Verhaltenskodex des Frankfurter Verkehrsdezernenten für Anbieter und Nutzer eingehalten wird und Zuwiderhandlungen konsequent geahndet werden. Gleichzeitig geht Selbst Aktiv davon aus, dass der Bundesgesetzgeber den Kommunen bald rechtliche Möglichkeiten an die Hand gibt, um die Flut von Leihrädern auf ein verträgliches Maß zu reduzieren.
Achtlos abgestellte Leihräder stellen nicht nur bei schweren Unwettern eine Gefahr für die Allgemeinheit dar, sondern verstellen viel zu häufig Fußwege und Rettungswege. Gerade Menschen mit Behinderungen habe es nach Beobachtungen von Selbst Aktiv an manchen Stellen schwer, sich einen sicheren Weg durch die herumstehenden Radpulks zu bahnen.

Der Verhaltenskodex der Stadt sieht unter anderem vor, dass nicht mehr als zehn Räder an einem Ort stehen und dass Rettungsgassen, Radwege und Zugänge zum öffentlichen Nahverkehr freigehalten werden müssen und dass auf den Gehwegen Rollstühle und Kinderwagen problemlos vorbeikommen müssen. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft kündigen an, die Umsetzung des Kodexes auf Frankfurter Straßen kritisch zu begleiten.