SPD fordert Al-Wazir auf die Nachtruhe am Flughafen zu schützen

Die SPD-Fraktion im Römer kritisiert die Ausnahmeregelungen des hessischen Verkehrsministers Tarek Al-Wazir, die zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger im Frankfurter Süden gehen. Al-Wazir hatte in den vergangenen Wochen immer wieder Starts nach 23 Uhr genehmigt und dabei auf „lange Rollzeiten“ verwiesen. „Mit solchen Begründungen öffnet Al-Wazir Starts nach 23 Uhr Tür und Tor. Nähme Minister Al-Wazir den Schutz der Nachtruhe ernst, würde er solche laxen Begründungen für Ausnahmegenehmigungen nicht zulassen“, so der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Roger Podstatny.

Laut Ziffer 5 des Planfeststellungsbeschlusses dürfen Starts zwischen 23 und 24 Uhr nur genehmigt werden, wenn die Verspätung auf Gründen beruht, die außerhalb des Einflussbereichs des jeweiligen Luftverkehrsunternehmens liegen. Lange Rollzeiten sind zumeist eine Folge von Staus an den Startbahnen, die häufig aus Fehlern bei der Flugplanung der Airlines resultieren.

„Die Starts nach 23 Uhr sind die Folge aus verspäteten Landungen. Die Frankfurterinnen und Frankfurter werden durch Al-Wazirs Genehmigungen gleich doppelt bestraft“, ärgert sich Podstatny.  „Wir erwarten, das sich der Verkehrsminister für die Nachrtruhe der Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet einsetzt und die verantwortlichen Fluggesellschaften sowie Fraport als Flughafenbetreiberin zur Abstellung dieser Situation umgehend einbestellt,“ so Podstatny weiter.

Podstatny bekräftigt zudem die Forderung nach einer Erhöhung der Gebühren für zu spät landende Airlines. „Das Problem der späten Starts hängt ganz stark mit den verspäteten Landungen zusammen. Hier gibt es ein strukturelles Problem. Wir fordern daher eine 500%-Strafe für die zu spät kommenden Airlines“, erklärt Podstatny und hofft auf eine schnelle Umsetzung der von Fraport angekündigten Gebührenerhöhung.