Die SPD Frankfurt trauert um Hans Busch

Wir sind einen langen gemeinsamen Weg gegangen

Am 26. November 2019 ist mit dem Stadtältesten Hans Busch ein Ur-Gestein der Frankfurter Sozialdemokratie verstorben. Hans Busch gehörte der SPD-Fraktion im Römer 34 Jahre, von 1977 bis 2011, an. Von 1989 bis 1993 wirkte er als Stadtverordnetenvorstehe und war damit der „erste Bürger“ der Stadt. Von 1993 bis 1997 war Hans Busch stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher. In dieser langen Zeit war Hans Busch in zahlreichen Ausschüssen und Gremien tätig, so war er viele Jahre Vorsitzender des Personal- und Organisationsausschusses. Seine Passion galt aber dem Sport und so war er nicht nur Mitglied und Vorsitzender des Sportausschusses, sondern spielte bis ins hohe Alter aktiv in der Fußballmannschaft des Stadtparlaments. Für sein ehrenamtliches Engagement wurde er mit den Römerplaketten in Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet und im Jahr 2011 verlieh ihm die Stadtverordnetenversammlung die Ehrenbezeichnung „Stadtältester“.

Kaum ein anderer Sozialdemokrat in Frankfurt verkörperte die große Tradition der Partei so wie er. Hans Busch stammt aus einer alten sozialdemokratischen Familie, schon sein Großvater hat 1899 die SPD in Hannover mitbegründet. Sein Vater musste vor der Verfolgung der Nazis untertauchen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte Hans Busch mit Tatkraft und der ihm eigenen Disziplin am Aufbau einer demokratischen Gesellschaft mit und gründete die Sozialistische Jugendorganisation „Die Falken“. Zu seinen damaligen Weggefährten gehörte u.a. der spätere Oberbürgermeister Rudi Arndt. „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ war nicht nur das Motto der Falken, sondern auch das wohl wichtigste politische Ziel, dem sich Hans Busch bis zu seinem Tode verpflichtet fühlte. So kämpfte er noch als 85-Jähriger der gegen Deutschlands Militäreinsatz in Afghanistan.

Hans Busch hat sich aber auch als Gewerkschafter in der Deutschen Postgewerkschaft einen Namen gemacht und engagierte sich stets für die Interessen der Beschäftigten. Hans Busch war ein streitbarer Kämpfer für seine politischen Überzeugungen. Unvergessen sind seine kämpferischen Reden bei Parteitagen, in der Fraktion und im Stadtparlament.

Mit Hans Busch verliert die SPD nicht nur ein langjähriges ehemaliges Mitglied, sondern einen wichtigen Ratgeber und Mahner. In Dankbarkeit für die langen Jahre der guten Zusammenarbeit bewahren wir ihm ein ehrendes Andenken. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Hannelore, Tochter Ursula und den Angehörigen.

Wir gingen einen langen Weg gemeinsam. FREUNDSCHAFT