Stefanie Then

SPD Geschäftsstelle Frankfurt

Fischerfeldstraße 7-11

60311 Frankfurt am Main

Für Sie und mit Ihnen setze ich mich für einen lebenswerten Frankfurter Süden ein. Bezahlbarer Wohnraum, gute Bildung, verlässlicher und hochfrequenter öffentlicher Nahverkehr, effektiver Lärmschutz vor jedwedem Verkehrslärm, Klima- und Naturschutz sowie zukunftssichere Arbeitsplätze sind mir dabei besonders wichtig.

Politisiert wurde ich durch die Inbetriebnahme der Landebahn Nordwest. Vieles wurde uns im Vorfeld versprochen und nichts gehalten. Die Lärm- und im selben Zuge auch die Schadstoffbelastung in der Einflugschneise stiegen exponentiell. Selbst diejenigen, die die Landebahn Nordwest zu verantworten hatten, zeigten sich überrascht über die zusätzliche, unerträgliche Belastung, die für uns entstanden ist. Denn Startwind bei Ostwind-Verkehr waren wir schon gewohnt. Seit der Inbetriebnahme der Landebahn Nordwest haben wir jeden Tag, unabhängig von Ost- oder Westwind-Verkehr diese Belastung zu tragen. Dabei waren seit Eröffnung der Landebahn Nordwest die Flugbewegungen deutlich gesunken. So sehr, dass in der letzten Legislaturperiode mit der „Lex Ryanair“ große finanzielle Anreize geschaffen wurden, um endlich das Wachstum zu generieren für das die Landebahn Nordwest gebaut wurde. Nicht zuletzt durch die nun höheren Kapital- und Betriebskosten haben sich die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter am Flughafen deutlich verschlechtert. Genauso wie das ver.di bereits 2000 festgestellt hatte. Vorausschauende Politik darf sich nicht einseitig von wirtschaftlichen Interessen leiten lassen, sondern muss stets das Große und Ganze im Blick haben. Hinsichtlich einer künftigen Entwicklung des Flughafens haben sich die politisch in dieser Zeit Handelnden in die Irre führen lassen.  Die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, die in rund 140.000 Einwendungen zum Planfeststellungsverfahren ihren Ausdruck fanden, wurden missachtet. Nicht nur das. Die Bürgerinnen und Bürger wurden als Querulanten hingestellt, die wieder einmal ein Großprojekt verhindern wollten.

 

Im Zuge meiner politischen Arbeit – ich bin erst seit fünf Jahren Mitglied in der SPD und seit vier Jahren Ortsvereinsvorsitzende – wurde mir immer deutlicher, dass die Landebahn Nordwest lediglich die Spitze des Eisbergs darstellt. Währenddessen für Prestige-Projekte jedwedes Gesetz durchaus mal links liegen gelassen wird, hapert es an vielen Stellen, wenn es um Verbesserungen für uns geht. Nötige Infrastrukturprojekte, die tatsächlich der Allgemeinheit dienen würden, wurden nicht in Angriff genommen. So sind viele Straßen in Hessen in einem erbärmlichen Zustand. Das seit mindestens 20 Jahren versprochene Glasfasernetz bis in den letzten Zipfel findet sich, wenn überhaupt, in der Bürostadt, die traditionell ein IT-Standort ist. In den ländlichen Regionen sieht es hingegen mau aus. Der öffentliche Nahverkehr wurde bei ständig steigenden Preisen sträflich vernachlässigt. Nicht nur Sozialwohnungen, sondern noch weiteres Tafelsilber des Landes Hessen wurde verscherbelt. Die Staatsschulden haben sich dennoch gleichzeitig mehr als verdoppelt. Begründet wird dies mit den hohen Kosten der Finanzkrise. Eine Krise bei der einige Landesregierung viel Geld verzockt haben. Gerade die immer noch CDU-geführte hessische Landesregierung scheint daraus nichts gelernt zu haben. Es wird auch weiterhin in Derivate investiert.

Im hessischen Landtag möchte ich eine Politik verfolgen, die sich in erster Linie an den Menschen orientiert. Ich möchte dafür sorgen, dass bessere Lebensbedingungen herrschen und unsere Kinder für die Zukunft gerüstet werden. Dafür zählen für mich nicht nur der Neubau von Wohnungen – mit und ohne soziale Bindung, sondern auch eine Mietkostenneutrale Sanierung von Wohnungen in öffentlicher Hand. Die Sanierung und der Neubau von Schulen, in denen unsere Kinder mit modernen Lehrmethoden spielerisch auf die digitale Zukunft vorbereitet werden. Investitionen in unsere (Sport-)Vereine, denen eine besondere Rolle im Rahmen rhythmisierter Ganztagsschulen zukommt. Wir brauchen einen effizienten Schutz vor Verkehrslärm und -schadstoffen, denn mit steigendem Verkehr ist es nicht nur unterhalb der Einflugschneisen des Frankfurter Flughafens unerträglich geworden. All dies schaffen wir nur, wenn wir wieder gemeinsam Hand in Hand konstruktiv zusammenarbeiten.

Lebenslauf:

Geboren: 31.März 1968, zwei erwachsene Kinder

1987 Abitur, Worms

1987-1991  Studium Maschinenbau, München und Clausthal

1991-1994  Erziehungsurlaub

1994-2001  Studium Kunst-, mittelalterliche sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Bamberg

1998-2000  Redakteurin beim Steigerwald-Kurier, Burgebrach

2001   Projektleiterin beim Euro-Point Frankfurt e.V., Frankfurt

2002   Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei den Baden-Badener-Unternehmer-Gesprächen e.V., Baden-Baden

2003 Geschäftsführerin der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V., Frankfurt

2004-2017  Beraterin, Schwerpunkt: gemeinnützige Organisationen im Designbereich

Seit 2018  Geschäftsstellenleiterin des ZAN – Hilfsorganisation zur Förderung der Rechte afghanischer Frauen e.V., Frankfurt

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2013  Eintritt in die SPD

seit 2013   Sprecherin des AK Region und Flughafen in der SPD Hessen-Süd

seit 2014   Vorsitzende des SPD Ortsvereins Niederrad

seit 2015   Kooptiertes Vorstandsmitglied der SPD Frankfurt

seit 2016  stv. Vorsitzende der ASF Frankfurt

seit 2017   Mitglied im Bezirksvorstand ASF Hessen-Süd