Auf Grund einer Änderung der Sondernutzungssatzung durch die Frankfurter Stadtverordneten im Jahr 2024 darf der Abenteuerspielplatz Riederwald e.V. seine traditionellen Dreieckswerbeständer nicht mehr aufstellen. Hintergrund dieser Änderung soll anscheinend ein Exklusivvertrag der Stadt mit einem privaten Werbeunternehmen sein. Darüber hinaus argumentieren die städtischen Ämter, dass die Dreiecksständer die Verkehrssicherheit gefährden würden. Einen Vorwurf, den die SPD-Riederwald angesichts der jahrzehntelangen Übung des Vereins im Aufstellen der Ständer nicht nachvollziehen kann.
Raven Kirchner, Vorsitzender der SPD-Riederwald und Kandidat für die Stadtverordnetenversammlung, erklärt: „Es kann nicht sein, dass der Abenteuerspielplatz Riederwald seine zahlreichen Veranstaltungen in der Stadt nicht mehr über seine Dreiecksständer, sondern nur noch über deutlich teurere Werbemittel bewerben kann, wie beispielsweise den Litfaßsäulen eines kommerziellen Werbeunternehmens oder durch Hohlkammerplakate. Seit Jahrzehnten haben die Aufsteller des Vereins niemanden gestört.Dass Verkehrsdezernent Siefert die geänderte Sondernutzungssatzung nunmehr ohne Augenmaß und Ausnahmen durchsetzt, zeigt ein erschreckendes Missverhältnis in der politischen Prioritätensetzung: Statt gemeinnützige Kinder- und Jugendarbeit zu schützen, wird sie durch Bürokratie und Kostenlast gefährdet. Ich werde mich im Römer mit Nachdruck dafür einsetzen, dass diese Änderung der Satzung wieder zurückgenommen wird.“
Stefan Helming, SPD-Mitglied im Ortsbeirat 11, ergänzt: „Der Abenteuerspielplatz leistet seit Jahrzehnten wertvolle Kinder- und Jugendarbeit in der ganzen Stadt. Es ist vollkommen unverständlich, warum die Stadt dem Verein nun sogar mit Zwangsgeldern und Ersatzvornahme droht – und dass ausgerechnet bei Veranstaltungen wie den Mainspielen oder den Opernplatzspielen, die von der Stadt Frankfurt selbst finanziell gefördert werden. Hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen – zum Schaden der Frankfurter Kinder und Jugendlichen.“
