Raven Kirchner, Mitglied im Vorstand der SPD Frankfurt erklärt hierzu: „Den Anstieg der Kriminalität auf der Zeil nehmen wir ernst. Doch der Vorschlag der Frankfurter CDU löst das Problem nicht. An der Hauptwache gibt es bereits eine ständige Präsenz der Stadtpolizei. Das Grundproblem ist also nicht, dass es dort keine Anlaufstelle gibt. Vielmehr hat die Stadtpolizei insgesamt zu wenig Personal und ist darüber hinaus auch nicht originär für die Bekämpfung von Straftaten wie Diebstählen und Körperverletzungen zuständig. Dies fällt in die Zuständigkeit der Landespolizei. Wir fragen uns: Spricht die Frankfurter CDU überhaupt mit ihrem eigenen Landesinnenminister, der die Präsenz der Landespolizei auf der Zeil steuern kann?“
Die SPD Frankfurt setzt sich für eine Stärkung der städtischen Ordnungsbehörden ein und fordert 100 neue Stellen für Stadt- und Verkehrspolizei. Diese sollen nach Ansicht der SPD gerade auch in den Stadtteilen und Quartieren zum Einsatz kommen. Verschiede Ortsbeiräte beklagen seit längerem, dass die Präsenz der Stadt- und Verkehrspolizei in den Randgebieten der Stadt unzureichend sei.
„In Frankfurt muss man sich überall sicher fühlen können. Von Griesheim bis nach Fechenheim, von Harheim bis nach Oberrad. Statt unsinnigen Doppelstrukturen in der Innenstadt müssen die Stadtteile stärker in den Fokus genommen werden. Gerade weil die Landespolizei sich von immer mehr Polizeirevieren in den Stadtteilen verabschiedet hat. Daher sollte die Errichtung weiterer dezentraler Wachen der Stadt- und Verkehrspolizei in den Quartieren geprüft werden. So sollte die Wache West der Stadtpolizei in Höchst durch Wachen im Osten, Norden und Süden der Stadt ergänzt werden. Für kurze Wege und schnelle Reaktionszeiten.“
