SPD Frankfurt diskutiert über die Zukunft der Sozialdemokratie

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Mitgliedervollversammlung diskutiert Grundsatzprogramm.

Wie wollen wir in Zukunft wirtschaftlichen Fortschritt gestalten? Wie muss ein handlungsfähiger Staat aussehen? Und wie sichern wir Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und einen starken Sozialstaat? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die SPD Frankfurt am kommenden Samstag, 7. November 2026 im mainhaus Stadthotel, Lange Str. 26, bei ihrer Mitgliedervollversammlung. Im Mittelpunkt steht dabei die Beteiligung der Mitglieder am bundesweiten Prozess zur Erarbeitung eines neuen Grundsatzprogramms der SPD.

Die Sozialdemokratie steht vor großen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen. Klimawandel, Digitalisierung, wirtschaftlicher Strukturwandel, wachsende soziale Ungleichheit und das Erstarken rechtspopulistischer Kräfte verlangen nach überzeugenden Antworten und einer klaren politischen Orientierung. Das neue Grundsatzprogramm bietet die Chance, sozialdemokratische Werte und Ziele für die kommenden Jahre neu zu bestimmen und daraus konkrete Perspektiven für die Gesellschaft zu entwickeln.

„Gerade in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen braucht die SPD eine klare Vorstellung davon, wie wir unser Land in Zukunft sozial gerecht gestalten wollen. Die Bundespartei hat deshalb bewusst einen offenen Prozess zur Erarbeitung des neuen Grundsatzprogramms angestoßen, an dem sich die Mitglieder mit ihren Erfahrungen, Perspektiven und Ideen beteiligen sollen. Das ist wichtig, denn ein solches Programm kann nur dann eine breite Grundlage für unsere politische Arbeit sein, wenn die Basis von Anfang an mitdiskutiert und ihre Sichtweisen einbringt. Wir wollen diesen Anspruch auch in Frankfurt mit Leben füllen“, erklärt Kolja Müller, Co-Vorsitzender der SPD Frankfurt und Vorsitzender der SPD-Fraktion im Römer.

Die Mitgliedervollversammlung bietet Raum für eine breite Diskussion über die Zukunft der Sozialdemokratie. Nach einer Grundsatzrede des Frankfurter Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Armand Zorn, zu aktuellen bundespolitischen Reformvorhaben diskutieren die Mitglieder über zentrale Zukunftsfragen: Wie gestalten wir wirtschaftlichen Wandel sozial und nachhaltig? Wie machen wir den Staat handlungsfähiger? Und wie sichern wir Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und einen solidarischen Sozialstaat?

Dr. Ina Hartwig, Co-Vorsitzende der SPD Frankfurt, unterstreicht die Bedeutung der Mitgliederbeteiligung: „Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einbringen, mitdiskutieren und Verantwortung übernehmen. Das gilt für unsere Gesellschaft genauso wie für unsere Partei. Wir wollen ausdrücklich, dass sich möglichst viele Basismitglieder an diesem Prozess beteiligen – unabhängig davon, wie lange sie schon dabei sind oder in welchem Bereich sie sich engagieren. Jede Stimme, jede Erfahrung und jede Idee können unsere gemeinsame programmatische Arbeit bereichern. Die Zukunft der SPD ist keine Angelegenheit einiger weniger, sondern eine gemeinsame Aufgabe.“

Auch der Blick über den Atlantik unterstreicht die Bedeutung dieser Debatte: Der deutliche Erfolg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen und der damit verbundene Verlust der Mehrheiten für Donald Trumps Republikaner machen Hoffnung. Sie zeigen, dass demokratische Mehrheiten keine Selbstverständlichkeit sind, aber auch nicht verloren gehen müssen. Wenn Menschen ihre demokratischen Rechte nutzen und sich gegen autoritäre und rechtspopulistische Entwicklungen stellen, kann der Rechtsruck gestoppt werden. Umso wichtiger ist es, demokratische Werte zu verteidigen, politische Alternativen aufzuzeigen und Menschen aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft zu beteiligen.