Unter dem Motto „I’m a Friend of Dorothy“ setzt die SPDqueer Frankfurt ein Zeichen für Sichtbarkeit und Solidarität sowie gegen zunehmende Queerfeindlichkeit.
„Ich lasse nachts manchmal die Hand meiner Freundin los, wenn ich Angst habe, dass uns sonst etwas passieren könnte. Sichtbarkeit darf niemals von Angst abhängen“, sagt Michele Dorothy Helms-Brooks, Vorsitzende der SPDqueer Frankfurt. „Deshalb gehen wir beim CSD gemeinsam auf die Straße.“
Für die Arbeitsgemeinschaft ist der Christopher Street Day weit mehr als ein Zusammenkommen der queeren Szene. Der CSD ist seit jeher Demonstration und Protest. Deshalb setzen wir uns für ein sichtbares Bekenntnis zu gleichen Rechten für queere Menschen ein. Angesichts zunehmender queerfeindlicher Straftaten und eines raueren gesellschaftlichen Klimas ist ein deutliches Zeichen wichtiger denn je.
Das Motto „I’m a Friend of Dorothy“ greift eine historische Tradition der queeren Community auf. Der Ausdruck diente in den USA lange als geheimer Code, mit dem sich queere Menschen trotz Kriminalisierung und Verfolgung erkennen konnten. Mit der öffentlichen Verwendung macht die SPDqueer Frankfurt sichtbar, was früher aus Angst verborgen bleiben musste, und erinnert daran, dass queere Menschen auch heute noch Diskriminierung und Anfeindungen erleben.
"Die Zeiten werden rauer. Als Schwarze Frau, die mit einer Frau zusammenlebt, spüre ich das jeden Tag“, sagt Michele Dorothy Helms-Brooks. „Gerade deshalb brauchen wir Solidarität, Haltung und eine Politik, die sich klar an die Seite queerer Menschen stellt.“
Die SPDqueer Frankfurt lädt alle Interessierten, Unterstützer*innen und Mitglieder ein, sich am Christopher Street Day 2026 zu beteiligen und gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt, Respekt und Gleichberechtigung zu setzen.
