„Wir sprechen über einen Stadtteil mit realen Problemen und über Menschen, die dort leben, arbeiten oder krank sind und Hilfe brauchen. Wer das Bahnhofsviertel mit Begriffen wie ‚Zombieland‘ beschreibt, verlässt den Boden verantwortungsvoller Großstadtpolitik. Eine Partei, die so spricht, zeigt, dass sie weder die Realität einer vielfältigen Stadt versteht noch in der Lage ist, Lösungen für sie zu entwickeln.
Sucht ist eine Krankheit. Darüber besteht medizinischer und gesellschaftlicher Konsens. Natürlich kann und muss man politisch darüber streiten, wie Drogenpolitik konkret ausgestaltet wird. Was jedoch nicht zur Disposition steht, ist die Würde der Betroffenen. Wer sie im Wahlkampf angreift, ersetzt Stadtpolitik durch Stimmungsmache und disqualifiziert sich als Partei für eine moderne Großstadt.
Wir stehen als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten für eine Politik, die Sicherheit, Ordnung und soziale Verantwortung zusammen denkt. Wir wollen eine dauerhaft besetzte Polizeiwache im Bahnhofsviertel, mehr Präsenz von Stadt und Verkehrspolizei sowie bessere Beleuchtung und Sauberkeit im öffentlichen Raum. Gleichzeitig fordern wir den konsequenten Ausbau der Drogenhilfe, der aufsuchenden Sozialarbeit, der Prävention und der medizinischen Versorgung. Das ist wichtig, damit Menschen nicht verdrängt, sondern geschützt und stabilisiert werden.
Frankfurt braucht keine Angstrhetorik, sondern eine handlungsfähige Stadtpolitik. Wer diese Stadt regieren will, muss bereit sein, Regeln solidarisch durchzusetzen und Hilfe zu organisieren. Genau dafür stehen wir.“
