UN­SER FRANK­FURT IST STADT DER KUL­TUR UND DER WIS­SEN­SCHAFT.

Frankfurt ist eine wachsende Stadt zunehmender Vielfalt. Unsere einmalige Kulturlandschaft hat gerade deshalb eine besonders herausragende Aufgabe: Sie demonstriert täglich den unveräußerbaren Eigenwert der Kunst und stiftet auf diese Weise Zusammenhalt. Sie kann unabhängige Räume für Selbstreflektion, Selbstverwirklichung und für das Gemeinschaftserlebnis bieten und muss immer wieder gegen den stetigen Kommerzialisierungsdruck und gegen Angriffe von Rechts verteidigt werden. Deshalb gehört Kultur in die Innenstadt und in die Zentren der Stadtteile.

Wir machen Kulturangebote für alle und führen alle Teile, in denen Platz ist für kreative Entwicklung von Jung und Alt, für kritische Auseinandersetzungen mit der Gesellschaft aktiv an Kultur heran und dafür, dass Menschen zusammenkommen. Zugleich müssen wir die kulturellen Räume doppelt verteidigen: Einerseits gegen den Kommerzialisierungsdruck, andererseits gegen die Versuche von Rechts, die vielseitige Kultur zu vereinnahmen.

Für uns gilt: Kultur ist für alle da. Wir öffnen Türen.

Un­se­re Zie­le und Vor­ha­ben:

  • Wir wollen den öffentlich und kulturell genutzten Raum in der Innenstadt und in den Stadtteilen gegen den Vermarktungsdruck verteidigen. Das betrifft auch den Willy- Brandt Platz, den wir beim Neubau der Städtischen Bühnen als Frankfurts traditionellen Bühnenstandort mit mindestens einer Bühnensparte erhalten werden.
  • Wir werden Kunst zu gesellschaftlichen Fragen und politischen Streitthemen weiter fördern und Museen und Theater als Räume für öffentliche Debatten stärken.
  • Den von der SPD durchgesetzten freien Eintritt in alle Museen und den Zoo für Frankfurter Kinder und Jugendliche verteidigen wir und werden diesen um Theaterangebote erweitern. Unser Kulturbegriff ist nicht elitär, sondern egalitär. Darum werden wir insbesondere bei Kindern und Jugendlichen die Zugangshürden zu Kultur mit guten Bildungsangeboten weiter zu senken.
  • Wir wollen einen Ausbau des digitalen Kulturangebots für Frankfurt. Dazu werden wir neben neuen Onlineangeboten und Apps für Museen bundesweite Modellprojekte für die Kultureinrichtungen voranbringen. Außerdem werden wir Formate des virtuellen Gedenkens entwickeln, die die ehemaligen Orten des jüdischen Lebens als unsere gemeinsame Frankfurter Geschichte sichtbar machen. Damit setzen wir auch einen Kontrapunkt gegen zunehmend rechtsradikale Tendenzen im Netz.
  • Wir werden den Zoo mit einem Drei-Säulen-Konzept aus Bildung, Kultur und Artenschutz in die Zukunft führen. Es besteht aus der Modernisierung der Erlebniswelt Zoo, der Gründung eines wissenschaftlichen Zentrums für weltweiten Artenschutz und einem Kinder- und Jugendtheater für Frankfurt und Rhein-Main im Zoogesellschaftshaus.
  • Wir wollen dezentrale Kulturangebote in allen Stadtteilen fördern und neue initiieren. Dabei sollen auch die mehr als 20 Saalbau-Bürgerhäuser genutzt werden. Außerdem erweitern wir das Angebot an bezahlbaren Ateliers für Künstlerinnen und Künstler deutlich.
  • Wir wollen einen Schwerpunkt auf die Förderung existenzsichernder Arbeitsbedingungen für Kulturschaffende legen in dem wir bei städtischen. Zum einen, indem wir bei den Städtischen Bühnen, Museen und anderen Kultureinrichtungen der Stadt für gute Arbeitsbedingungen, einen Abbau der Überstunden und die Einhaltung der Tarifverträge sorgen und. Zum anderen werden wir bei den freien Trägern sukzessive gute Arbeitsbedingungen als Kriterium für die Vergabe städtischer Förderungen etablieren. Um das auch finanziell ihnen dies zu ermöglichen, werden wir unsere 2019 erfolgreich eingeführte Praxis verstetigen, den geförderten Kultureinrichtungen gezielte finanzielle Zuschläge für die Erhöhung der Gagen und Gehälter zu erteilen.
  • Wir wollen den Kulturschaffenden, die durch die Corona-Krise dauerhaften Schaden genommen haben, finanziell wieder auf die Beine helfen. Denn Kultur ist für uns unverzichtbarer Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge.
  • Wir wollen das kulturelle Erbe unserer Stadt als Ganzes annehmen und auch beschämende oder komplexe Kapitel nicht ausblenden. Darum setzen wir uns etwa für die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Verbrechen in Frankfurt ebenso ein wie für die Errichtung eines zeitgemäßen „Gastarbeiter*innen“denkmals, das die Lebensleistung der Menschen würdigen soll, die in der Zeit des „Wirtschaftswunders“ nach Frankfurt kamen und den Grundstein für die kulturelle Vielfalt und den Wohlstand unserer Stadt legten